Eine gute Idee umsetzen, ein Einhorn auf den Markt bringen, eine Branche revolutionieren: Es gibt viele Gründe, warum Menschen ein Start-up gründen. Fast immer begeben sie sich damit auf eine Reise ins Ungewisse, denn eine Gründung bringt viele Unbekannte mit sich, ein Geheimrezept für den Erfolg gibt es nicht. „Jeder Markt ist anders, jedes Produkt unterscheidet sich vom nächsten, und die Bedürfnisse einer jüngeren Zielgruppe aus den USA sind mit denen einer älteren Zielgruppe aus der Türkei nicht zu vergleichen“, sagen Sebastian Pioch und Hauke Windmüller.

Die beiden Gründer haben mit „Start-up Skills“ einen Guide für Entrepreneure und Querdenker verfasst, in dem Gründer die wichtigsten Ideen und Methoden an die Hand bekommen, die sie je nach Ausgangslage individuell nutzen und umsetzen können. Das i-Tüpfelchen sind die Erfahrungsberichte von bekannten Gründerinnen und Gründern wie Lea-Sophie Cramer (Amorelie), Tarek Müller, dem Mitgründer von About You, sowie 14 weiteren Start-up-Kennern.

Wann – Was – Wie

Von der Suche nach Ideen und Geschäftsmodellen, Mitarbeitern und Partnern, der Markt- und Wettbewerbsanalyse über Wege zum erfolgreichen Markteintritt, zum gelungenen Marketing-Mix für Start-ups, zu Finanzierungsoptionen und zur Skalierung bis hin zum Exit werden alle Stationen und wichtigen Aufgabenbereiche eines Start-ups besprochen. Dabei wechseln sich Prof. Dr. Sebastian Pioch und Hauke Windmüller ab, in einzelnen Abschnitten stellen sie ihre jeweils eigenen Sichtweisen und Erfahrungen dar.

Pioch lehrt Digital Entrepreneurship an der Hochschule Fresenius in Hamburg und ist selbst Gründer des Start-ups proofler. Windmüller hat seine Start-up-Karriere direkt im Studium gestartet: „Meine Motivation war damals dieselbe, wie sie heute ist: unternehmerische Freiheit, Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit“, erklärt er, „ich wollte mein eigener Chef sein und die Dinge so umsetzen, wie ich sie für richtig halte.

Von der Pike auf gelernt

Damals, das war 2012, als Hauke Windmüller noch BWL-Student an der Universität Hamburg war. „Während des gesamten Studiums wurden wir auf eine Karriere in großen Konzernen vorbereitet“, erinnert er sich, „Selbstständigkeit oder Unternehmertum war damals noch kein Thema.“ Mit der Start-up-Szene kam er dann das erste Mal in Bangkok in Berührung, wo er im MBA-Studium Menschen aus aller Welt kennenlernte, die eigene Geschäftsideen entwickelten. Zurück in Hamburg, nahm er an einem Entrepreneurship-Projekt teil, in dem er Michael Asshauer traf.

Mit ihm entwarf er sein erstes Start-up Familonet, später stieß David Nellessen als dritter Gründer hinzu. Neben seinem ersten Start-up hat Windmüller u. a. onbyrd und Closely gegründet, Letzteres wurde 2017 von Daimler übernommen. Genügend Erfahrung zum erfolgreichen Gründen hat er also, Pioch gibt dem Ganzen noch etwas mehr Faktenlage, was den gelungenen Mix an schnell anwendbaren Informationen und Tools, Erfahrungswerten und zahlenbasierten Studienauswertungen ausmacht.

Roter-Reiter-Fazit

Ein praktischer Guide für Gründerinnen und Gründer, die eine Einstiegshilfe für den Start benötigen und ganz nebenbei von der einen oder anderen Erfahrung erfolgreicher Gründer profitieren möchten.

Sebastian Pioch, Hauke Windmüller: Start-up Skills. Der Guide für Entrepreneure und Querdenker
Campus Verlag, 2020.
29,95 Euro, 286 Seiten
ISBN 9783593512679

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