Raus aus der Meetlife Crisis

„This meeting could have been an e-mail“ – wie oft denkt man sich genau das in Meetings, die es nicht gebraucht hätte. Während eine Person einen endlosen Monolog hält, vergeht wertvolle Lebens- und Arbeitszeit, in der sonst niemand im Raum produktiv ist.

Bastian Weickert kennt diese Momente und das „Meeting-Tetris“, das für ihn zum Ritual eines jeden Sonntagabends wurde: „Ich schob die Termine so lange hin und her, bis ich halbwegs sicher war, dass ich an den wichtigsten Meetings auch teilnehmen konnte.“ Seine eigentliche Arbeit schaffte der damalige Projektmanager dabei jedoch nicht, Überstunden standen an. Auch Team- und Organisationsentwickler Sebastian Wittmann kennt solche Situationen. 

Gemeinsam wollten sie diesen Zustand verändern und gründeten das Unternehmen „Neue Meetingkultur“, mit dem sie genau das in Organisationen bringen möchten. In ihrem Ratgeber „Raus aus der Meetlife Crisis“ bieten sie eine spannende Auswahl an Tools und Workhacks, um die Anzahl der Meetings zu minimieren und gemeinsame Sessions effizienter zu nutzen. 

Warum müssen wir uns sprechen?

Dabei gehen die beiden Autoren ziemlich forsch vor und packen das Übel an der Wurzel: Wann braucht es eigentlich wirklich Meetings? Ziemlich selten, sind sie sich sicher. Sie zeichnen das Bild von synchroner und asynchroner Kommunikation: Während beispielsweise Strategietreffen einen echten Austausch und gemeinsames Denken benötigen, ist das bei anderen Anlässen eher nicht der Fall. Warum dem Gegenüber nicht einfach über eine Sprachnachricht das Anliegen schildern? Dabei sind solche Formate keine minderwertigen Alternativen, sondern ein echter Gewinn. 

Asynchrone Infos aus Sprachnachrichten, Mails oder dem Online-Whiteboard können dann aufgenommen und verarbeitet werden, wenn wirklich Zeit dafür ist. Die Empfängerinnen und Empfänger wählen also den Ort und die Zeit und bestimmen das Tempo. Es gibt Rückfragen? Dann lässt sich immer noch ein Gespräch vereinbaren. Bastian Weickert und Sebastian Wittmann rütteln an dem Selbstverständnis der gängigen Meetingkultur und zeigen, wie sich mit kleinen Veränderungen mehr Raum im Terminkalender finden lässt.

Roter-Reiter-Fazit

Raus aus der Meetlife Crisis: Bastian Weickert und Sebastian Wittmann zeigen, wie sich mit einfachen Workhacks die Anzahl an Meetings signifikant verringern und durch passendere Formate ersetzen lässt. 

Bastian Weickert, Sebastian Wittmann: Raus aus der Meetlife Crisis. Weniger und bessere Meetings
Campus, 2025
208 Seiten, 29 Euro

ISBN 9783593521435

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