14 Juni Narzissmus: Mehr als ein Trendbegriff
Es kann der Chef sein, der völlig empathielos reagiert, wenn man ihn um etwas bittet – um unbezahlten Urlaub, weil der Partner oder die Partnerin schwer erkrankt ist, um die Möglichkeit auf Homeoffice in der Ferienzeit oder einfach nur um das Verschieben des geplanten Urlaubs. Ohne mit der Wimper zu zucken oder eine Überlegung überhaupt in Betracht zu ziehen, lässt er einen stehen. Das kann eine der wenigen dramatischen Begegnungen mit einem Narzissten im Arbeitskontext sein. Narzisstische Menschen haben einen Mangel an Empathie, dafür aber ein enormes Ego und keine Kritikfähigkeit. Dabei schaffen sie es aber zumeist, mit ihrem charismatischen Wesen Menschen für sich einzunehmen – eine toxische Mischung. Das Ergebnis sind Menschen, die das Arbeitsumfeld belasten, zu sexuellen Übergriffen und Machtspielen neigen und überall Asche hinterlassen.
In ihrem 30-Minuten-Ratgeber „Narzissmus“ zeichnet Linda Dahm ein Bild von narzisstischen Menschen und ihren Handlungsmustern. Im zweiten Teil gibt sie Tipps, wie Organisationen diesen Menschentypen im besten Fall vor der Anstellung oder in der Personalentwicklung erkennen. Und nicht zuletzt gibt die Beraterin Opfern wertvolle Hinweise, wie sie gegen diese Menschen vorgehen können.
Roter-Reiter-Fazit
Lisa Dahm macht deutlich, wie narzisstische Menschen im Arbeitsumfeld wirken, und gibt Tipps, wie sich Organisationen gegen die toxischen Muster wehren.
Linda Dahm: 30 Minuten Narzissmus
GABAL Verlag GmbH, 2026
96 Seiten, 10,90 Euro
ISBN 978-3-96739-279-1