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	<title>Politik Archives - Roter Reiter Magazin</title>
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	<description>Das Erfolgsmagazin</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Mar 2023 07:25:06 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Führung durch das Brennglas</title>
		<link>https://www.roter-reiter.de/fuehrung-durch-das-brennglas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[christianekuerschner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Mar 2023 07:25:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensführung]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf ein scharfes Wort folgt ein kluger Gedanke: Reinhard K. Sprenger ist einem breiten Publikum durch seine zahlreichen Publikationen in der Neuen Zürcher Zeitung bekannt. Einige ausgewählte Texte finden sich nun in dem Band „Gehirnwäsche trage ich nicht. Selbstbestimmt leben und arbeiten“. Sprenger ist Autor,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf ein scharfes Wort folgt ein kluger Gedanke: Reinhard K. Sprenger ist einem breiten Publikum durch seine zahlreichen Publikationen in der Neuen Zürcher Zeitung bekannt. Einige ausgewählte Texte finden sich nun in dem Band „Gehirnwäsche trage ich nicht. Selbstbestimmt leben und arbeiten“.</p>
<p>Sprenger ist Autor, hat alle DAX-Unternehmen beraten, gehört zu den Führungsexperten des Landes, und dann ist er auch noch Philosoph, promoviert. Das verspricht eine spannende Lektüre. Und tatsächlich, der Titel ist Programm. Themen aus dem Privaten lesen sich neben Beiträgen zum Thema Führung. Das Oberthema: Freiheit. Und die sich daraus ergebenden Unterthemen: Staatsgläubigkeit, Selbsteinsperrung, Meinungsepidemien, Deutlichkeitsverbote, Leugnungsmanöver.</p>
<p>Viele Texte entstanden unter dem Eindruck der Corona-Pandemie, die viele kleine und größere Probleme, Krisen und Leerstellen im Lebens- und Berufsalltag, in Wirtschaft und Politik freilegte. Und so lesen sich die Texte mit Titeln wie „Leadershit – und was wir damit anrichten“ oder „Das Büßerhemd als Outfit der Moderne“ wie eine kritische Zusammenfassung dieser Krise – und weisen damit auf genau die Probleme, vor denen wir aktuell stehen. Viele unserer aktuellen Krisen waren sehr vorausschaubar.</p>
<h2>Bediene dich deines eigenen Verstandes</h2>
<p>Reinhard K. Sprenger hat viel über Führung nachgedacht, was ihn in dem Beitrag „Warum gibt es Führung? Weil es Krisen gibt!“ zu der These hinreißen lässt: „Der Ausnahmezustand hat das Kerngeschäft von Führung freigelegt.“ Dabei geht er ein Stück in der Zeit zurück und weist darauf hin, dass die Menschheit bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts fast ausschließlich im Krisenmodus lebte – er war der Normalzustand. Die vergangenen Jahrzehnte waren – wohlgemerkt in westlichen Ländern – bis auf wenige Krisenherde ein stetiger wirtschaftlicher Aufstieg, an den wir uns gewöhnten – obwohl er eigentlich eher die Ausnahme von der krisenhaften Normalität war. „Das Wahrnehmen der Krise ist damit selbst die Krise – eine Krise der Urteilskraft.“</p>
<p>Anstatt als Führungskraft also in Panik zu verfallen und die Waffen zu strecken, sollte sie gerade in herausfordernden Zeiten das tun, wofür sie ausgebildet wurde: führen. Denn, so Sprenger: In den Zeiten, die wir als „normal“ wahrnehmen, braucht es keine Führung: „In den letzten Jahrzehnten war Führung meistens überflüssig; gutes Managementhandwerk reichte bei schönem Wetter aus.“ Die kurzen Texte sind pointiert und fordern heraus, Stellung zu beziehen. Eine große Denkfreude, bei der man auch zu gegensätzlichen Ansichten kommen kann – aber das ist ja der halbe Spaß.</p>
<h3>Roter-Reiter-Fazit</h3>
<p>Die pointiertesten Texte des Führungsexperten und Philosophen in einem Buch versammelt. Sie zeigen durch das Brennglas, was in den vergangenen drei Jahren falsch gelaufen ist, und bieten so die Grundlage, Antworten für die Zukunft zu finden.</p>
<p>Reinhard K. Sprenger: Gehirnwäsche trage ich nicht. Selbstbestimmt leben und arbeiten<br />
Campus Verlag, 2023<br />
240 Seiten, 25 Euro</p>
<p>ISBN 9783593516820</p>
<p><a href="https://www.managementbuch.de/shop/article/49261947/reinhard_k_sprenger_gehirnwaesche_trage_ich_nicht.html" target="_blank" rel="noopener">Jetzt bei managementbuch.de vorbestellen.</a></p>
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		<item>
		<title>Digitale Souveränität für jeden</title>
		<link>https://www.roter-reiter.de/digitale-souveraenitaet-fuer-jeden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christiane Kürschner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2022 18:03:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lebensführung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstverwirklichung]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer in den letzten Jahren versucht hat, eine Geldüberweisung zu tätigen, indem er ein Stück Papier in die Bank getragen hat, weiß, dass die Digitalisierung im Alltag angekommen ist. Kinder benötigen den Zugang zur Schulcloud, um für mögliches Home Schooling gewappnet zu sein, und Unternehmen...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer in den letzten Jahren versucht hat, eine Geldüberweisung zu tätigen, indem er ein Stück Papier in die Bank getragen hat, weiß, dass die Digitalisierung im Alltag angekommen ist. Kinder benötigen den Zugang zur Schulcloud, um für mögliches Home Schooling gewappnet zu sein, und Unternehmen verweisen bei Fragen auf den Kundenservice auf WhatsApp. Organisationen müssen mit dem digitalen Fortschritt mithalten, gesetzliche Regelungen zum Datenschutz einhalten und den Weg ins Online-Business zu finden. Und die Politik? Die muss den gesetzlichen Rahmen schaffen, damit das Internet zwar ein Raum der möglichst grenzenlosen Kommunikation bleibt, aber eben auch als Rechtsraum bestimmten Regeln nachkommt.</p>
<p>Prof. Dr. Anabel Ternès gibt in ihrem Ratgeber „30 Minuten Digitale Souveränität“ einen kompakten Einstieg in das Thema der Digitalkompetenzen. Dabei zeigt die Kommunikationswissenschaftlerin nicht nur, welche Skills wir als Individuen benötigen, um in Zukunft unseren digitalen Alltag bestreiten zu können. Sie spannt auch den Bogen zu der Frage, was Politik, Gesellschaft und die Wirtschaft leisten müssen, um den digitalen Wandel als Chance zu nutzen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<h3>Fazit</h3>
<p><strong><br />
</strong>Ein facettenreiches Buch, das gute Fragen zur digitalen Gestaltung unserer Gesellschaft stellt.</p>
<p>Anabel Ternès: 30 Minuten Digitale Souveränität<br />
GABAL, 2022<br />
96 Seiten, 9,90 Euro<br />
ISBN 978-3-96739-105-3</p>
<p><a href="https://www.managementbuch.de/shop/article/46044865/anabel_tern_s_30_minuten_digitale_souveraenitaet.html" target="_blank" rel="noopener">Jetzt auf managementbuch.de bestellen</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gatekeeper: Moderation als demokratische Aufgabe</title>
		<link>https://www.roter-reiter.de/gatekeeper-moderation-als-demokratische-aufgabe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christiane Kürschner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2022 13:21:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitspraxis]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Körpersprache]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[wertschätzende kommunikation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Juni 2019 wird der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke in seinem Zuhause von einem Neonazi erschossen. Nur wenige Wochen später gedenkt der bayerische Landtag dem Ermordeten. Während die Landtagspräsidentin ihn mit einer Ansprache würdigt, stehen alle Abgeordneten als Zeichen der Ehre und Trauer auf. Alle?...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Juni 2019 wird der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke in seinem Zuhause von einem Neonazi erschossen. Nur wenige Wochen später gedenkt der bayerische Landtag dem Ermordeten. Während die Landtagspräsidentin ihn mit einer Ansprache würdigt, stehen alle Abgeordneten als Zeichen der Ehre und Trauer auf. Alle? Nein. Der AfD-Abgeordnete Ralph Müller bleibt sitzen, blättert dabei betont lässig in Unterlagen. Erst nach dem Ende des Totengedenkens steht er auf. Provokation pur. Ein Eingreifen gab es nicht, nur Fassungslosigkeit.</p>
<p>Die Landtagspräsidentin spricht später davon, dass sie mit einem solchen Verhalten niemals gerechnet habe. „Was sie damit eigentlich sagte: Dass sie sich gegenüber diesem Agent Provocateur einfach hilflos gefühlt hatte“, sagt Unternehmensberater und Trainer Peter Modler. „Von da bis zur demokratischen Feigheit ist es ein kleiner Schritt.“ Die Aufgabe der Landtagspräsidentin war die Moderation dieses Aktes, damit waren auch Pflichten verbunden, findet Modler. „Sie war es, die den Kommunikationsstandard in diesem Parlament sicherzustellen hatte, und wenn ihn jemand verletzte, offenbar auch noch absichtlich, dann hätte sie eingreifen müssen.“</p>
<h2>Mehr als nett lächeln und abhaken</h2>
<p>In seinem Ratgeber „Wenn Höflichkeit reinhaut“ ist er der Aufgabe und dem enormen Potenzial der Moderationskunst auf der Spur. Dieser politische Affront war für den Autoren der Weckruf. Seither entdeckt er immer wieder und an den verschiedensten Orten Versäumnisse in der Moderationsarbeit und ein falsches Verständnis der Aufgabe von Moderierenden. Es geht eben über bloßes Anmoderieren und Fragenstellen hinaus. Anlass genug, um ein Buch darüber zu schreiben. Darin zeigt er an solchen öffentlichkeitswirksamen Moderationsjobs, wie wichtig die Funktion einer Moderation ist.</p>
<p>Denn sei es bei Markus Lanz, der abends Politiker, Impfgegner, Skandalrapper oder andere Personen der Öffentlichkeit zu einem Gespräch begrüßt und diese sich dort danebenbenehmen, oder sei es im Bundestag, wo Politiker offenbar die ethischen Grundwerte einer Republik verletzen: Letztendlich sind es die Moderierenden, die auch dafür verantwortlich sind, einen sicheren Raum zu schaffen, in dem die Freiheit der Meinung und auch ein gewisses Maß an Anstand und respektablem Umgang gewährleistet werden. Sie sind die Gatekeeper für konstruktive und zielführende Gespräche.</p>
<h2>Spannende Meetings durch lebendige Moderation</h2>
<p>„Sie leisten im besten Fall einen zivilisatorischen Dienst, weil sie einen Raum für produktive Auseinandersetzung zur Verfügung stellen“, erklärt Modler, und dieser reiche bis hinein in „die Graswurzeln unserer Gesellschaft, bis zu Vereinsversammlungen, zu Elternabenden, zu Bürgerinitiativen; aber auch bis in Vorstände und Regierungsspitzen“.</p>
<p>Und gerade in Unternehmen ist die Moderation oft geächtet, verachtet und verkannt. „In vielen Organisationen gehören sie zum Langweiligsten und Ödesten, was man sich antun kann“, weiß der Unternehmensberater. „Endloses Herumgerede über Nebenthemen, sprunghaftes Diskussionsverhalten, dauerndes Unterbrechen oder Unterbrochen-Werden, langatmige Monologe von immer denselben Leuten – die Liste ließe sich beliebig fortführen. Dabei muss Moderation auch mal bedeuten, Kante zu zeigen, an den richtigen Stellen einzugreifen und gar unhöflich zu werden.</p>
<p>Dieses Schleifen und Formen ist die Voraussetzung für fruchtbare, lebendige und ergebnisreiche Meetings und Diskussionen, in denen eben nicht immer der Gleiche seine Rede hält, der Kollege unhinterfragt Behauptungen in den Raum stellen kann und die Moderation der Vorgesetzten überlassen wird, die eigentlich schnell zum Mittagessen will. Wenn Moderierende zu wahren Gatekeepern werden, die die Fäden in der Hand halten, kann diese Aufgabe eine wichtige Rolle in der Bewahrung unserer demokratischen Grundwerte spielen – im Großen wie im Kleinen, in der Politik wie auch in jedem Unternehmen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<h1>Roter-Reiter-Fazit</h1>
<p>In seinem Ratgeber zeigt Peter Modler, mit welchen Gesprächsstrategien, taktischen Überlegungen und letztendlich standhaften Persönlichkeiten eine Moderation den Diskussionsraum schafft, ihn gestaltet und auch schützt.</p>
<p>Peter Modler: Wenn Höflichkeit reinhaut. Moderation als Kampfkunst<br />
Campus Verlag, 2022<br />
247 Seiten, 20 Euro<br />
ISBN 9783593515564</p>
<p><a href="https://www.managementbuch.de/shop/article/46105953/peter_modler_wenn_hoeflichkeit_reinhaut.html" target="_blank" rel="noopener">Jetzt bei managementbuch.de bestellen</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>SOS &#8211; Rettet den Euro!</title>
		<link>https://www.roter-reiter.de/sos-rettet-den-euro/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[damiansicking]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Sep 2017 11:55:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brainfood]]></category>
		<category><![CDATA[Businesstrends]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele finden den Euro richtig gut. Vor allem diejenigen, die häufig ins europäische Ausland fahren – nach Österreich, nach Italien, nach Spanien, nach Frankreich, nach Holland, nach Griechenland. Sie finden es gut, dass sie vor ihrer Reise ihre D-Mark nicht mehr in Schilling, Lire, Pesetas,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele finden den Euro richtig gut. Vor allem diejenigen, die häufig ins europäische Ausland fahren – nach Österreich, nach Italien, nach Spanien, nach Frankreich, nach Holland, nach Griechenland. Sie finden es gut, dass sie vor ihrer Reise ihre D-Mark nicht mehr in Schilling, Lire, Pesetas, Francs, Gulden oder Drachmen umtauschen müssen. Sie vermissen es nicht, dieses permanentes Kopfrechnen im Urlaub, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie teuer das jetzt in D-Mark war, was sie sich gerade gegönnt hatten. Und dieses nervige Zurücktauschen, wenn man nach dem Urlaub wieder in der Heimat ist! Nein, diesen Zeiten weinen viele keine Träne nach. Sie finden den Euro klasse.</p>
<p><strong>&#8222;Europa steckt in seiner größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg“</strong></p>
<p>Auch die Autoren des Buches „Alles auf Anfang. Warum der Euro scheitert – und wie ein Neustart gelingt“ finden den Euro gut. Grundsätzlich zumindest. Also die Idee. Sagen wir mal so: Sie finden den Euro nur dann gut, wenn er, wie bei seiner Erfindung gedacht, wieder auf seine Rolle als Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel beschränkt wird und nicht mehr wie derzeit als „Bühne für Verteilungskonflikte und politische Streitereien missbraucht“ wird. Das Problem des Euro, schreiben die Autoren, besteht darin, dass er in guten Zeiten gegründet worden ist und daher auf schlechte Zeiten nicht vorbereitet ist. Und das ist fatal. Denn „Europa steckt in seiner größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg.“ Und einer der Hauptakteure dieser Krise ist die Europäische Zentralbank (EZB) als oberste Währungshüterin, die „mit immer neuen geldpolitischen Kunstgriffen“ versucht, die „fundamentalen Schwächen des Euroraums zu kaschieren“. Doch für die Aufgabe als Euroretter wurde die EZB weder geschaffen noch legitimiert. Die EZB kann die Probleme des Euroraums nicht auf Dauer lösen, sondern „das Leiden nur verlängern“.</p>
<p><strong>Der Euro kann in dieser Form nicht überleben</strong></p>
<p>Ein Weiter-so kann es nicht geben. Denn dann würde der Euro früher oder später vor die Wand fahren. Das Autorentrio <a href="http://www.campus.de/autoren/nicolaus_heinen-5100.html" target="_blank" rel="noopener">Nikolaus Heinen</a>, <a href="http://www.campus.de/autoren/jan_mallien-8071.html" target="_blank" rel="noopener">Jan Mallien</a> und <a href="http://www.campus.de/autoren/florian_toncar-8072.html" target="_blank" rel="noopener">Florian Toncar</a> ist überzeugt, „dass der Euro in seiner heutigen Form als gemeinsame Währung Europas nicht überleben wird“. Sie glauben auch nicht daran, dass noch eine „schrittweise Korrektur des Euro“ möglich ist &#8211; dazu sind die Probleme einfach zu groß. Mit der Rückkehr zu nationalen Währungen wäre allerdings nichts gewonnen, im Gegenteil. Dies wäre sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus politischen Gründen ein schwerer Fehler. Um den Euro zu retten, fordern die Autoren daher „drastische Reformen“, und dies geht am besten in Form eines „systemischen Neustarts“.</p>
<p><strong>Was passieren muss&#8230;</strong></p>
<p>Im Zentrum ihrer „Blaupause für eine krisenfeste Währungsunion“ steht die EZB. Die Europäische Zentralbank muss entpolitisiert, reorganisiert und besser kontrolliert werden, fordern sie. Eine zweite zentrale Forderung ist, dass die einzelnen Mitgliedsstaaten des Euroraums für ihre eigenen Schulden selbst haften. Zum dritten ist eine wirksamere Risikokontrolle im Finanzsystem dringend geboten.</p>
<p><strong>Roter-Reiter-Fazit</strong>: Heinen, Mallien und Toncar haben mit ihrem Buch eine „Montageanleitung für eine bessere europäische Währungsunion“ vorgelegt. Ihr Gedankenexperiment, als das sie ihre Ausführungen selbst bezeichnen, soll kein Notfallplan sein, der wie frühere Rettungspakete „mehr Zeit kaufen und das Leiden aller Beteiligten verlängern würde“. Eins steht fest: Hier haben sich drei Menschen intensiv mit der Euro-Problematik beschäftigt und zeigen sachkundig, konstruktiv und dazu auch noch verständlich Wege aus der Krise auf. Die Lektüre sei allen Staatsbürgern und Politikern in der Eurozone unbedingt ans Herz gelegt.</p>
<p>Damian Sicking, <a href="http://www.Roter-Reiter.de">www.Roter-Reiter.de</a></p>
<p>Nikolaus Heinen, Jan Mallien und Florian Toncar: Alles auf Anfang. Warum der Euro scheitert – und wie ein Neustart gelingt. Campus, 235 Seiten, 24,95 Euro, ISBN: 3593507447</p>
<p><a href="https://www.managementbuch.de/shop/quickSearch?searchString=Nikolaus%20Heinen,%20Jan%20Mallien%20und%20Florian%20Toncar%20Alles%20auf%20anfang" target="_blank" rel="noopener">Dieses Buch jetzt bei Managementbuch.de bestellen!</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Lügen als Geschäftsmodell</title>
		<link>https://www.roter-reiter.de/luegen-als-geschaeftsmodell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[damiansicking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Sep 2017 12:26:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brainfood]]></category>
		<category><![CDATA[Businesstrends]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Lüge]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sprechen wir übers Lügen. Wir alle lügen. Ständig. Experten sagen, dass jeder von uns im Schnitt 200 Mal pro Tag lügt. „Wie geht´s dir?“ „Gut.“ Zack, schon gelogen. „Woran denkst du?“ „An nichts.“ Schon wieder gelogen. „Wie steht mir mein neues Kleid?“ „Super!“ Und zum...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sprechen wir übers Lügen. Wir alle lügen. Ständig. <a href="https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article106292192/Die-ganze-Wahrheit-ueber-das-Luegen.html" target="_blank">Experten </a>sagen, dass jeder von uns im Schnitt 200 Mal pro Tag lügt. „Wie geht´s dir?“ „Gut.“ Zack, schon gelogen. „Woran denkst du?“ „An nichts.“ Schon wieder gelogen. „Wie steht mir mein neues Kleid?“ „Super!“ Und zum dritten Mal gelogen. So schnell und einfach geht das. Viele Bücher sind über das Lügen geschrieben worden. Auch in dem Buch, von dem hier die Rede sein soll, geht es darum. Aber anders. Das Buch heißt „Die Lügen-AG“.  Untertitel: „Wie eine ganze Industrie `alternative Fakten´ schafft und unsere Politik beeinflusst“.  Der Autor: der amerikanische Journalist, Radio-Moderator und ehemalige Politik-Berater Ari Rabin-Havt (mit Unterstützung der Organisation <em><a href="https://www.mediamatters.org/" target="_blank">Media Matters for America</a></em>, ein Forschungs- und Informationszentrum, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Fehlinformationen in den amerikanischen Medien zu überwachen und richtig zu stellen).</p>
<p><strong>Quasi-industrielle Lügen-Produktion</strong></p>
<p>Rabin-Havt beginnt direkt auf Seite 7 mit einer steilen These. Er behauptet, dass es in den USA „eine Industrie gibt, die sich der Schöpfung von Lügen widmet, und eine Gruppe von Menschen, die von den Lügen profitieren“. Er nennt diese Industrie die „Lügen AG“. Dabei handele es sich um eine Gruppierung aus „Lobbyisten, PR-Unternehmen, Medienlakaien, unmoralischen `Experten´ und skrupellosen Thinktanks“ , die sich zum Beispiel von der Tabak- und die Waffenindustrie oder von Abtreibungsgegnern und Klimawandelleugnern kaufen lassen, um mit gezielten Lügen, gefälschten und erfundenen Forschungsergebnissen sowie hanebüchenen und absurden Behauptungen die Öffentlichkeit zu täuschen, zu verwirren und den politischen Entscheidungsprozess in ihrem Sinne zu beeinflussen. Diese Lügen, schreibt Rabin-Havt, haben nur den einen Sinn, „die Wahrheit zu verbergen, die Öffentlichkeit zu verwirren und Kontroversen zu erzeugen, wo es zuvor keine gab – mit dem Ziel, den Fortschritt aufzuhalten“.</p>
<p><strong>Lügen-Opfer Barack Obama</strong></p>
<p>Der ehemalige US-Präsident Barack Obama kann ein Lied davon singen. O-Ton Rabin-Havt: „Jedes Mal, wenn Obama eine Maßnahme vorschlug, die diesen Interessen (der Energiekonzerne, der Finanzinstitute, der Gesundheitsbranche, der Waffenindustrie etc. – Anm. der Red.) auch nur geringfügig zuwiderlief, wurde er von einer Litanei von Lügen und Verzerrungen seitens einer Opposition konfrontiert, die mehrere Methoden aus dem gleichen Werkzeugkasten verwendete: Bezahlte Experten produzierten manipulierte Forschungsergebnisse, die in Argumentationshilfen und Meme verwandelt wurden, dann im Fernsehen von bezahlten Helfershelfern wiederholt, über die Social Media ausgestreut und nötigenfalls der Öffentlichkeit durchbezahlte Werbekampagnen eingehämmert wurden. Das Resultat ist eine durchorganisierte Industrie der Erfindung und Verbreitung von Unwahrheiten, gestützt auf eine Medienlandschaft, die deren Arbeit unterstützt und begünstigt.“</p>
<p><strong>Roter-Reiter-Fazit:</strong> „Die Lügen-AG“ referiert zwar auf die Situation in den USA, ist aber auch für deutsche Leser interessant und aufschlussreich. Denn ganz sicher ist es nur ein schöner Traum, dass es hierzulande wesentlich anders läuft. Immer dann, wenn viel Geld auf dem Spiel steht oder wenn Ideologien verteidigt werden, ist den Interessengruppen jedes Mittel recht. Und dann schlägt auch die Stunde der professionellen Lügner. Anhand zahlreicher Beispiele aus den USA zeigt Rabin-Havt, wie diese „Industrie“ arbeitet. Eine spannende und erschütternde Lektüre.</p>
<p>Damian Sicking, <a href="https://www.roter-reiter.de" target="_blank">www.Roter-Reiter.de</a></p>
<p>Ari Rabin-Havt, Media Matters for America: Die Lügen-AG. Wie eine ganze Industrie &#8222;alternative Fakten&#8220; schafft und damit unsere Politik beeinflusst. Plassen, 297 Seiten, 19,99 Euro, ISBN: 3864705037</p>
<p>Dieses Buch jetzt bei <a href="https://www.managementbuch.de/shop/quickSearch?searchString=Ari%20Rabin-Havt%20Die%20L%C3%BCgen-AG" target="_blank">Managementbuch.de</a> bestellen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="https://www.roter-reiter.de/luegen-als-geschaeftsmodell/">Lügen als Geschäftsmodell</a> appeared first on <a href="https://www.roter-reiter.de">Roter Reiter Magazin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Welt in Gefahr: Falsche Patrioten und populistische Nationalisten</title>
		<link>https://www.roter-reiter.de/welt-gefahr-falsche-patrioten-und-populistische-nationalisten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[damiansicking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 May 2017 07:38:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Businesstrends]]></category>
		<category><![CDATA[Das Buch der Woche]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Henrik Müller das Wort ergreift, dann empfiehlt es sich, genau zuzuhören. Denn der promovierte Ökonom, Professor für wirtschaftspolitischen Journalismus an der TU Dortmund und langjährige Stellvertrende Chefredakteur des manager magazin, ist ein kluger Kopf und verfügt über die Gabe, seinen Standpunkt nicht nur pointiert,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn <a href="https://journalistik.tu-dortmund.de/institut/hochschullehrer/prof-dr-henrik-mueller/?%2Finstitut%2Fhochschullehrer%2Fprof-dr-henrik-mueller%2F=" target="_blank" rel="noopener">Henrik Müller</a> das Wort ergreift, dann empfiehlt es sich, genau zuzuhören. Denn der promovierte Ökonom, Professor für wirtschaftspolitischen Journalismus an der TU Dortmund und langjährige Stellvertrende Chefredakteur des <em><a href="http://www.manager-magazin.de/" target="_blank" rel="noopener">manager magazin</a></em>, ist ein kluger Kopf und verfügt über die Gabe, seinen Standpunkt nicht nur pointiert, sondern auch verständlich darzulegen. Ein exzellentes Beispiel dafür liefert sein neues Buch zu einem aktuellen Thema: „Nationaltheater. Wie falsche Patrioten unseren Wohlstand bedrohen.“</p>
<p><strong>Falsche Versprechen</strong></p>
<p>Es geht darin um eine globale Tendenz, die durch den US-Präsidenten Donald Trump mit seinem „America-first!“-Diktum am stärksten personifiziert wird: Die Rückbesinnung auf das Nationale. Trump ist nur einer von vielen: In Frankreich, den Niederlanden, Polen, Ungarn, Russland, aber auch bei uns in Deutschland haben die „falschen Patrioten“ Oberwasser und ziehen immer mehr Anhänger an. „Falsch“ sind diese Patrioten, weil sie etwas versprechen, was sie nie und nimmer einlösen können: „Populistische Patrioten und despotische starke Männer“, schreibt Müller, „versprechen Schutz – vor Zuwanderern, vor ausländischer Konkurrenz, vor Terror und Unsicherheit. Doch sie werden das genaue Gegenteil erreichen: weniger Wohlstand, weniger Jobs, weniger Sicherheit. Auf nationaler Ebene lassen sich die Probleme, mit denen wir es aktuell und in Zukunft zu tun haben, nicht lösen.“</p>
<p><strong>Die Lage ist deprimierend, aber nicht hoffnungslos</strong></p>
<p>Politik, schreibt Müller, „verkommt zum Nationaltheater, und dieses entspinnt sich als Tragödie“. Der Rückbezug aufs Nationale sei umso problematischer, als sich die Menschheit an der Schwelle zu einer hochgefährlichen Epoche befinde. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten werde sich entscheiden, wie es weitergehe: ob wir gemeinsam in der Lage seien, friedlich und fair einen eng besiedelten Planeten zu bewohnen – oder ob wir uns durch Krieg, Terror, Umweltzerstörung und Ausbeutung gegenseitig das Leben zur Hölle machen. Die Lage sei „deprimierend“, brenzlig auch, aber nicht hoffnungslos. „Umsteuern ist möglich“, schreibt Müller. Aber dazu müsse das Denken in nationalen Grenzen überwunden werden. Müller: „Nur übernationale Ansätze versprechen tragfähige Lösungen, weil die Probleme sich nicht an nationale Grenzen halten.“</p>
<p><strong>Gegen einen „wohlverstandenen Patriotismus“ ist nichts einzuwenden</strong></p>
<p>Natürlich dürfe jeder sein Land lieben. Gegen einen „wohlverstandenen Patriotismus“ hat Müller überhaupt nichts einzuwenden. Aber dieser Patriotismus „stellt keinen Gegensatz her zwischen dem Wohl des eigenen Volkes, das einem emotional näher ist als der Rest der Welt, und dem Wohl anderer. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben. Wenn es Griechen und Italienern auf Dauer schlecht geht, kann es Deutschland nicht gut gehen…“</p>
<p>Nach einer Beschreibung der gegenwärtigen Situation und einer Analyse der Gründe, die sie haben entstehen lassen, zeigt Müller im konstruktiven Teil des Buches Lösungsschritte auf, wie die Staatengemeinschaft organisiert werden müsste, damit gemeinsam an der Lösung der globalen Probleme gearbeitet wird und trotzdem niemand auf seine nationale Identität verzichten muss.</p>
<p><strong>Roter-Reiter-Fazit:</strong> „Nationaltheater“ von Henrik Müller ist ein kenntnisreiches, profundes und sehr gut lesbares Buch zu einem wichtigen Thema, das uns alle betrifft. Man kann ihm nur viele Leser wünschen.</p>
<p>Damian Sicking, <a href="http://www.Roter-Reiter.de">www.Roter-Reiter.de</a></p>
<p>Henrik Müller: Nationaltheater. Wie falsche Patrioten unseren Wohlstand bedrohen. Campus, 220 Seiten, 19,95 Euro, ISBN: 3593506734</p>
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