Sind Sie auch einer von denen, die beim Blick auf den Kontostand immer wieder traurig feststellen müssen, dass am Ende des Geldes immer noch so viel Monat übrig ist? Oder sind Sie ein Vertreter der Meinung, dass alle Ihre Sorgen und Probleme verschwinden würden, wenn Sie nur genug Geld hätten? Oder gehören Sie zu denen, die immer neidisch auf die anderen blicken, die sich all die tollen Dinge leisten, die Sie auch so gerne hätten? Oder haben Sie sich bis über beide Ohren überschuldet und wissen nun nicht mehr, wie Sie aus diesem ganzen Schlamassel herauskommen sollen? Fall Sie eine dieser Fragen mit Ja beantworten, dann finden Sie in dem Buch „More than money“ von Andreas Enrico Brell vielleicht die Antwort auf Ihre Probleme.

Es geht um mehr als nur ums Geld

Denn Brell ist genau durch diese Lebensfallen gegangen. Und zwar durch alle. Der Finanzberater stand sozusagen am Abgrund, und schuld daran war im wesentlich seine Einstellung zu und sein Umgang mit Geld. Es hat eine Weile gebraucht, bis er die Erkenntnis gewonnen hat, die im Zentrum seines Buches steht: „Wenn Geld dein Problem ist, ist Geld nicht dein Problem.“ Soll heißen: Das Problem liegt in jedem selbst, in seinen Einstellungen, seinen Werten, seinen Erwartungen, seinem Selbstbild, kurz: seiner eigenen Vorstellung von sich und seinem (guten) Leben. Es geht Brell also um viel mehr als ums Geld, daher trifft es der Titel des Buches auch sehr gut: „More than money“. In weiten Teilen  ist es das gleiche Thema, das vor vielen Jahren der berühmte Psychologe  und Schriftsteller Erich Fromm in seinem wegweisenden Bestseller „Haben oder Sein“ beschrieben hat.  Es geht um das gute Leben, das nicht in immer mehr Haben (Besitz von Gütern), sondern in einem in sich ruhenden und zufriedenen Sein besteht. Aber keine Angst: Brells Buch ist kein philosophischer oder akademisch verbrämter und daher schwer verdaulicher Schinken, sondern sehr klar und verständlich geschrieben.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Geld macht nicht glücklich

Zuweilen klingt Brell allerdings ein bisschen wie ein Prediger und Missionar, und ab und zu schießt er auch ein wenig übers Ziel hinaus. So möchte er zum Beispiel unter Verweis auf das Grundgesetz das „Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit“ gleich zu einer Pflicht, ja sogar zu einer „absoluten Pflicht“  machen. Und zwar zur „Pflicht, stetig das Beste aus sich zu machen und alles dafür zu tun, was in Ihrer Kraft steht, um diesen Planeten jeden Tag ein bisschen besser zu machen.“ Woher Brell diese Pflicht ableitet und wie sie begründet ist, steht allerdings nirgends. Vielmehr handelt es sich um eine der vielen Maximen und Überzeugungen des Autors, die er im Laufe seines wechselvollen Lebens gewonnen hat.

Roter-Reiter-Fazit: „More than money“ ist ein sehr persönliches Buch, das ein Thema behandelt, mit dem sich viele von uns schwer tun. Macht Geld glücklich? Und kann man auch ohne (viel) Geld zufrieden mit seinem Leben sein? Und wenn ja, wie geht das, was muss man dafür tun? Das sind wichtige Fragen, und in Brells Buch findet man dazu zahlreiche Antworten. Nicht alle müssen für jeden passend sein, aber jeder findet einen Anstoß, darüber nachzudenken, was Geld für einen selbst bedeutet.

Damian Sicking, www.Roter-Reiter.de

Andreas Enrico Brell: More than Money. Wie Sie Ihre Beziehung zu Geld verändern und glücklicher leben. Wiley VCH. 244 Seiten, 19,99 Euro, ISBN: 3527509259

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